Den Namen hat dieses zweiteilige Kleidungsstück vom Bikini-Atoll. Die ersten Bilder von Zweiteilern finden sich schon auf den Attischen Schalen von 440 v. Chr. Doch noch im letzten Jahrhundert war der Bikini als zu freizügige Badebekleidung lange Zeit bzw. immer wieder verboten. In den sechziger Jahren gelang dem Bikini der endgültige Durchbruch in zwei Wellen: Die Schweizer Schauspielerin Ursula Andress trat 1962 in „James Bond jagt Dr. No“ im Bikini auf und verhalf dem Film wie dem Kleidungsstück bereits zu großer Popularität. Doch erst seit der Jugendrevolution Mitte der Sechziger blieb der Bikini dauerhaft tragbar. Fortan wurden Bikinis auch gerne in der Werbung eingesetzt, und Zeitschriften steigerten nachweisbar ihre Auflage durch freizügig gekleidete Titeldamen. Die heutige Bandbreite reicht vom Microkini, der nur das Allernötigste bedeckt, bis hin zum „Burkini“, abgeleitet von der islamischen Burka, die muslimischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen kann.